Einsatz Nr. 41: P-RHEIN – 05.08.2013 Rodenkirchen

Einsatzdauer: 
4,5 Std.

Einsatzgeschehen:
Die Löschgruppe Rodenkirchen war am Montag abend gerade von ihrem wöchentlichen Übungsdienst zurückgekehrt, als die Löschgruppe gegen 20.55 Uhr zu einer im Rhein vermissten Person alarmiert wurde.Die Löschgruppe fuhr zur Stelle, an der die Person das letzte Mal gesehen wurde und suchte  mit den anderen Einsatzkräften von Berufsfeuerwehr das Rheinufer fußläufig nach der Person ab, während andere Einsatzkräfte am Wasser suchten. Weiterhin wurden aufgrund der guten Englisch-Sprachkenntnisse einiger Löschgruppenmitglieder die Betreuung der aus England und den Niederlande stammende Gruppe, aus der die vermisste Person stammte, übernommen bzw. später der Notfallseelsorger hierbei unterstützt.

Hier die offizielle Pressemeldung der Feuerwehr Köln:

Mann im Rhein ertrunken

Gestern Abend, den 05.08.2013 ereignete sich in Rodenkirchen ein Badeunfall, bei dem höchstwahrscheinlich ein junger Mann ums Leben gekommen ist. Nach insgesamt zwei Stunden ergebnisloser Suche wurde der Feuerwehreinsatz abgebrochen. Die übrigen Mitglieder der Reisegruppe aus Holland und England wurden durch einen Notfallseelsorger betreut.
Gegen 20:50 Uhr erreichte die Leitstelle der Berufsfeuerwehr der Notruf. Umgehend wurden die vorgeplanten Einsatzmittel zum Retten einer Person aus dem Rhein entsandt. Die Einsatzkräfte trafen nur wenige Minuten später an der gemeldeten Stelle ein.
Passanten und ein Angler hatten beobachtet, wie ein junger Mann aus einer Reisegruppe nicht mehr das Ufer erreichte und von der Strömung unter Wasser gezogen wurde. Sofort wurde eine umfassende und personalintensive Personensuche eingeleitet. Mit mehreren Tauchern der Berufsfeuerwehr wurde der Bereich zwischen den Buhnen abgesucht. Zeitgleich wurde mit dem Rettungshubschrauber Spezialgerät zur Personenortung aus Fühlungen zur Einsatzstelle geflogen und eine wasserseitige Suche von einem Rettungsboot der Feuerwehr eingeleitet. In der Hoffnung, dass der Mann stromabwärts das Rheinufer erreichen konnte, suchten währenddessen Einsatzkräfte mehrmals das gesamte Rheinufer in Rodenkirchen ab. Ohne Aussichten die Person noch lebend wieder zu finden, wurde die Suche nach über zwei Stunden ergebnislos abgebrochen.
Zur Betreuung der übrigen Mitglieder der Reisegruppe wurde ein Notfallseelsorger zur Einsatzstelle bestellt. Die Erstbetreuung wurde auf der nahegelegenen Feuer- und Rettungswache Marienburg fortgesetzt.
Nachdem am Sonntagabend bereits ein Junge ertrunken ist, war dies innerhalb von 24 Stunden das zweite Todesopfer, welches beim Baden im Rhein ums Leben gekommen ist. Die Feuerwehr warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor den Gefahren beim Baden im Rhein.
Am Einsatz beteiligt waren insgesamt ca. 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst der Feuer- und Rettungswachen Marienburg und Innenstadt, sowie die Freiwilligen Feuerwehren Rodenkirchen; Fühlingen und Porz-Langel. Die Einsatzleitung hatte der Einsatzführungsdienst der Branddirektion.